Das Grundgerüst steht – Das Projekt lebt

Erstmal haben wir uns sehr darüber gefreut, dass wir von der anstiftung eine Förderzusage für den Bau einer Überdachung bekommen haben. Ohne diese Förderung hätten wir das Projekt nicht angehen können. Allerdings musste der ursprünglich erdachte Bauplan nach einem Infoabend nochmal komplett über den Haufen geworfen werden. Das geplante Vorhaben sollte 50 qm² groß werden. Unser Verpächter war damit nicht einverstanden. Dabei verwies er auf die sächsische Baunutzungsverordnung und stellte klar, dass die Überdachung nur unter ein genehmigungsfreies Vorhaben fällt, wenn es ein Terrassendach mit 30 qm² ist. Auch einige hechtgruenlinge haben sich gegen die geplante Konstruktion gestellt. Sie wirkte für den Großteil der Gruppe unästhetisch und „schuppig“. Deshalb wurde ein befreundeter Architekt (Thomas) zu Rate gezogen. Thomas hat sich dann, anhand unserer Bedürfnisse und der Vorgaben der SächsBauNVO, mehrere Varianten ausgedacht. An einem Montag im April (zum regulären Baugruppentreff) hat uns Thomas seine Vorschläge ausführlich präsentiert. Nach dreistündiger Diskussion hat sich die Gruppe dann für die Variante „modernes Dreiecksfachwerk“ entschieden. Wie der Zufall so will, ist Thomas Vater von Beruf Statiker, womit die Standhaftigkeit des Entwurfs gesichert war. Auch die anderen hechtgruenlinge hatten nun keine schwerwiegenden Bedenken mehr. Gründe für die Entscheidung waren, dass die Konstruktion durch die Dreiecke sehr offenen wirkt und die Form eine tragende Funktion hat. Gleichzeitig werden durch den Einsatz von Schalbrettern statt schweren Holzbalken, sowie die Aussteifungen aus Drahtseil, Ressourcen gespart.

Laurin, Hutmensch der Baugruppe, hat sich zur konkreten Umsetzung viele Gedanken gemacht und unter anderem die Materialliste geschrieben. Er übernahm an dem Bauwochenende auch die Anleitung der Gruppe und hat das Projekt insgesamt koordiniert.

An das Grundgerüst soll sich in Zukunft noch eine Pergola anschließen, unter der bald eine Sommerküche und ein Regal stehen sollen. Auf dem Dach sollen perspektivisch Solarzellen angebracht werden. Außerdem will die Gruppe Einhängemodule, um die Dreiecke zu verschließen, bauen. Das Projekt ist also noch längst nicht abgeschlossen.